Wohnungseigentümergemeinschaft

 

Bei der Wohnungseigentümergemeinschaft handelt es sich innerhalb Deutschland um die Gesamtheit der Teileigentümer einer Wohnungseigentumsanlage nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG).

 

Begründet wird die Gemeinschaft durch die vertragliche Einräumung von Sondereigentum nach § 3 WEG.

 

Die Wohneigentümergemeinschaft beschließt auf Wohneigentümerversammlungen, die meist einmal jährlich stattfinden, z.B. Instandhaltungsmaßnahmen bzw. Veränderungen an der Wohnungseigentumsanlage, Dinge das Verhältnis der Wohnungseigentümer betreffend usw.

 

 

 

 

Desweiteren wird durch die Wohnungseigentümer der Verwalter gewählt.

 

Die Verwaltung leistet praktische Verwaltungsarbeit wie z.B. Beauftragung von Firmen, Dienstleistern oder Personal und tätigt Rechtsgeschäfte im Interesse der Wohnungseigentümer.

 

Dem Verwalter unterliegt hierbei nur das Gemeinschaftseigentum, das Sondereigentum der jeweiligen Wohnungseigentümer ist hierin nicht enthalten.

 

Miteigentumsanteil

 

Der Miteigentumsanteil ist im deutschen WEG-Recht ein rechnerischer Bruchteil am gemeinschaftlichen Eigentum einer Wohnungseigentümergemeinschaft.

 

Bei der Umwandlung eines Hauses in Eigentumswohnungen wird für jedes Sondereigentum festgelegt wie viele Miteigentumsanteile (MEA) dadurch repräsentiert werden.

 

 

Meist werden die Bruchstücke als Teile von 1.000 oder 10.000 angegeben.

 

Es kann hierbei von einem gerechten Verteilerschlüssel ausgegangen werden, der z.B. auf dem Verhältnis der Wohnflächen der Eigentumswohnungen beruht.

 

Das Bürgerliche Gesetzbuch kennt kein Eigentum an Gebäuden oder gar an einzelnen Wohnungen: es sieht die auf einem Grundstück errichteten Bauwerke als wesentliche Bestandteile des Grundstückes an.

 

Indem das Wohnungseigentumsgesetz das Sondereigentum an der einzelnen Wohnung nur in Verbindung mit einem Miteigentumsanteil am Grundstück zulässt, fügt es sich in dieses System der Bindung des Gebäudes an das Grundstückseigentum ein.

 

 

Die Miteigentumsanteile sind die Grundlage für die Verteilung der Kosten des Gemeinschaftseigentums, also allen Ausgaben, die nicht vom Sondereigentümer selbst getragen werden.

Die Kostenverteilung ist in der Teilungserklärung gesondert geregelt.

 

Auch bei der Eigentümerversammlung spielen die Miteigentumsanteile eine wichtige Rolle, da diese nur beschlussfähig ist, wenn mehr als die Hälfte der Miteigentumsanteile vertreten sind.

 

Der Miteigentumsanteil ist ein rechnerisches Bruchstück/Wertmaßstab an Wohnungseigentum.

Der Miteigentumsanteil gibt an, in welchem Verhältnis der Wohnungseigentümer am Gemeinsachaftseigentum beteiligt ist.

Dabei ist die Wohnfläche in Quadratmeter die Berechnungsgrundlage.

Wird der Gesamtwert in tausendstel Einheiten ausgedrückt, so errechnet sich der Miteigentumsanteil für eine Wohnung nach der Formel:

1000  x  Quadratmeter-Einzelwohnfläche : Quadratmeter-Gesamtwohnfläche Objekt.

 

Eine nachträgliche Änderung der Miteigentumsanteile ist theoretisch möglich, praktisch jedoch kaum durchsetzbar, da hierfür die Zustimmung aller Eigentümer eingeholt werden müsste.

Ausserdem müssten alle Grundbücher, Aufteilungspläne und auch die Teilungserklärung geändert werden, was mit einem grossen Aufwand und Kosten für alle Eigentümer verbunden wäre.